Ein sturmumtoster Tag

Da der Vulkanausbruch an diesem 31. August nicht für soo viel Wirbel sorgte, musste etwas anderes wirbeln. Schon gestern hatten sie eine Unwetterwarnung für heute herausgegeben: Sturm und viel Regen - vor allem im Südosten und Süden. Wir waren mit unserer Reise durch den Nordwesten eigentlich genau an der richtigen Stelle Islands unterwegs. Uns stand ein längerer Fahrtag bevor - östlich von Akureyri bis nach Borgarnes mit einem Abstecher bis zu den Hraunfossar.

Am Morgen in Akureyri war es recht ungemütlich. Der Wind pfiff ordentlich um die Ecken, aber es war nicht kalt. Sie hatten auch in den Nachrichten geschrieben, dass es sehr warm sein würde und der Niederschlag selbst auf den höchsten Bergspitzen Islands als Regen fallen würde, nicht als Schnee. Immerhin blühten die Blumem im Botanischen Garten noch schön bunt und waren ein toller Kontrast zum eher trüben Wetter.

Auf der Strecke bis nach Blönduós hatten wir dann mal kurz ein bisschen Regen, aber im Großen und Ganzen blieb der Tag trocken. Für die Holtavörðuheiði waren Böen bis  20 m/sek angesagt, aber auch damit waren wir noch gut bedient. In Staðarskáli traf ich eine Kollegin, die es am Morgen in Þingvellir mit ihrer Gruppe fast weggepustet hatte.

Bei der Schlucht Kolugljúfur war es ganz schön stürmisch, die Mähne stand im Wind:


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Als wir bei den Hraunfossar ankamen, war es fast schon wieder windstill und kurz zuvor in Reykholt war sogar die Sonne zu sehen:


Das Wasser war heute richtig trüb und grau - 
der warme Wind und der viele Regen hat die Gletscher schmelzen lassen.

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Wir sind also gut durchgekommen. Andere an der Südküste hatten weniger Glück, wie dieses Zeitungsbild von einem völlig zerstörten Camper zeigt:

Quelle: http://www.ruv.is/frett/husbill-splundradist-i-vindhvidu

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