Kleinstaatenspiele

31. Mai
Seit Sonntag laufen die alle 2 Jahren stattfindenden Spiele der kleinen Staaten von Europa. Nachdem Island 2015 Austragungsort war, ist es in diesem Jahr San Marino. Mit dem heutigen Tag steht Island mit 13 Gold-, 4 Silber- und 10 Bronzemedaillen hinter Luxemburg auf Platz 2 des Medaillenspiegels.

Die Kleinstaatenspiele fanden erstmals 1985 in San Marino statt. Teilnahmeberechtigt sind Staaten, die nicht mehr als 1 Million Einwohner haben und ein eigenes NOK.

Generelle Informationen findet ihr hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spiele_der_kleinen_Staaten_von_Europa
http://www.aasse.org/home/gsse.html

Informationen rund um die aktuellen Spiele und den Medaillenspiegel findet ihr hier, einen Artikel auf deutsch zu den bisherigen isländischen Ergebnissen hier.

2015 war Reykjavík Austragungsort:


Ich hatte mir einige Beachvolleyballspiele und die Schwimmfinals angesehen:


Weitere Fotos von 2015 findet ihr in diesem Beitrag: http://islandauftour.blogspot.is/2015/06/beachvolleyball-im-eisland.html.

Ruhe vor dem Sturm

31. Mai
Wer hätte das geahnt, dass die Wolkenlücken uns heute soo viel Sonne bescheren? So viel Sonne, dass selbst mein Gesicht noch eine neue Schicht Farbe bekam? Nach dem "ordentlichen" Wind der letzten beiden Tag war es sogar nahezu windstill - also eigentlich tolles Reisewetter. Ich gebe zu, ich haben diesen Tag mit diesem Wetter genossen und meine neuen Gäste ebenfalls.

Þingvellir:


Geysir:


Gullfoss:


Die alte Treppe am Gullfoss ist mit dem heutigen Tag Geschichte:


Seljalandsfoss:


Die neue Absperrung am Skógafoss - siehe dazu auch den Artikel hier:


Dieses wunderbare Wetter war umso wichtiger, als uns morgen Sturm und Regen erwarten. Aus dem Grund haben wir heute auch das Kap Dyrhólaey schon vorgezogen, um zumindest eines der morgigen Ziele im Trockenen zu erleben. Aber auch heute Abend sahen wir dort keine Papageitaucher.

Die Aussichten für morgen sind prickelnd:

Wir starten morgen ganz im Süden, wo das dunkelgrün-hellblau-dunkelblaue Feld ist:

www.vedur.is

Entlang unserer Route im Süden gibt es auch lecker Wind:
www.vedur.is

Auf den Seiten des Wetterdienstes heißt es:
"Gale force wind expected tonight in the most S-part of Iceland, especially in area near Eyjafjöll and Öræfi and gusts up to 40 m/s. Decreasing winds late tomorrow. Conditions can be precarious for RV vehicles and trailers."

Spannend :-(.

Neuer Tag, altes Wetter

29. Mai
Warum sollte es an diesem Morgen anders sein? Wieder Regen. Wieder 6°C, während ich für Deutschland irgendetwas von 35 °C gelesen habe ... pah ;-). Aber ehrlich, die Aussichten waren nicht die besten, spätestens am Nachmittag sollte im Süden und Westen der Himmel weinen. Ein wenig tröstlich war die Interpretation eines Gastes, der da sagte: Island ist traurig, dass wir schon wieder gehen. 

So wie für heute Abend, war der Regen für fast den ganzen Tag angesagt:

www.vedur.is, Schreenshot
Wir fuhren im Regen von Borgarnes zu den Hraunfossar und wie schon an den Tagen zuvor, war es genau dann trocken, als wir unser Ziel erreichten. Irgendeine nette Elfe hatte da wohl eine schützende Hand über uns ;-). Elfe, wir danken dir!



Auch in Reykholt und an der Heißwasserquelle Deildartunguhver war es trocken. An letzterer gibt es nach wie vor diese verstörende und bildstörende Absperrung, aber immerhin gibt es immer noch Tomaten aus dem Handwagen, auch wenn diese inzwischen 300 isk kosten. Aber was sind schon 300 Kronen, wenn man die Preise in diesem Land erlebt ;-).

Je weiter wir uns Reykjavík nähertern, umso mehr tröpfelte es wieder. Einige sind noch in die Blaue Lagune gefahren - aber schwimmen, egal ob in der Blauen Lagune oder im normalen Schwimmbad, ist eh das gescheiteste, das man bei Regen veranstalten kann. Von daher bin auch ich abgetaucht und habe meine Bahnen gezogen.

Die Aussichten für die nächste Tour sind genauso bescheiden wie für die gerade zu Ende gegangene. Und wie ich heute vernehmen musste, wird uns der Regen insbesondere in Südisland wohl noch bis 7. Juni beglücken. Na danke aber auch ;-). Freuen wir uns auf die nächste regenreiche Runde ...

Ist doch trocken ...

28. Mai
Heute war wieder so ein Morgen, an dem ich dachte: Das kann doch nicht wahr sein! Es tröpfelte nicht nur zart an mein Fenster, sondern heftig und der Ausblick war alles andere als berauschend. Schon wieder Regen. Ich ging im Geiste die Tagesplanung durch und wähnte uns um 16 Uhr im Hotel ;-).

Aber dann ... das ist Island ... keine 10 min nach der Abfahrt tauchte Akureyri aus den Wolken auf, es war plötzlich trocken und der Fotostopp konnte wider Erwarten doch eingelegt werden.

Ah, ein Kreuzfahrtschiff im Hafen:


Nun gut, es war der nicht der wärmste Tag, den wir auf unserer Reise hatten, aber wie 6°C fühlte es sich nicht wirklich an, ein bisschen wärmer erschien es uns schon. Oder haben wir uns gar an die Kälte gewöhnt? Die Zusatzheizung, die im Bus lief, mussten wir zumindest bald ausschalten, denn der Innenraum zeigte Ambitionen, sich in eine Sauna zu verwandeln.


Was macht man an einem Sonntagmorgen in Akureyri, wo alles noch schläft und einen nur die Trolle empfangen? Immerhin, es war trocken und so konnten wir doch durch die Stadt bummeln.


Es blieb zumindest genügend Zeit, das Kinoprogarmm zu studieren ...


... oder zu schauen, ob wir alles, was Island zu bieten an, auf unserer Reise erlebt und gesehen haben:


Bevor wir Akureyri verließen, hätten wir unsere Gruppe noch aufstocken können. Es gab so manchen Kreuzfahrtpassagier, der ... dezent stöhnend über die Preise ... auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit war oder unseren Bus für den Ausflugsbus hielt. Da mussten wir leider eine Absage erteilen.

Am Skagafjörður angekommen, nahm das Wetter gar sonnige Züge an und überhaupt hatten wir jedes Mal, wenn wir stoppten, das Glück, dass es genau dann trocken war. Einen der Fotostopps sah ich z. B. komplett im Regen untergehen und als wir wenige Minuten später den Ort erreichten, war es trocken und die Sonne kam sogar raus.

Wenn dir das Wetter in Island nicht gefällt, warte einfach 5 Minuten :-).


Museumshof Glaumbær:



Die Strecke von Akureyri in den Süden zieht sich immer wieder aufs Neue, muss aber irgendwie überwunden werden. Gelegenheit, die letzten Etappen der isländischen Geschichte zu Gehör zu bringen.

Grábrók
Hier ereilte uns ein noch fehlendes typisch-isländisches Wetterdetail: Wind


Glanni:


Insgesamt hatten wir heute also richtig Glück und sind gut durch diesen Regentag gekommen.

Von Schwefelgeruch und Flugbenzin

27. Mai
Welch sonniges Erwachen an diesem Samstagmorgen! Wir hören zwar von der Hitze in Deutschland, aber für uns sind bereits 15°C und Sonnenschein ein Traum und genau so starteten wir heute Morgen im Osten Islands. Endlich wieder blauer Himmel, endlich die Berge sehen, die zuletzt nur in den Wolken steckten. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Landschaft um einen herum ist, wenn man plötzlich Sicht hat ;-).

Wasserfall am Fluss Rjúkandi



Je weiter wir gen Westen fuhren, umso mehr Wolken erschienen am Himmel.

Möðrudalur:


Ziegen beim Fjallakaffi:


Als wir uns dem Mývatn näherten, ereilte uns der erste Regenschauer - verdammt, der Wetterbericht hatte Recht behalten :-(. Wir kamen zwar prinzipiell einigermaßen trocken durch all unsere Ziele, aber von der Sonne war nicht mehr viel zu sehen. Hinzu kam, dass heute Morgen irgendetwas im Frühstück gewesen sein musste. Ich weiß ja, dass das Essen in Hallormstaður immer besonders lecker und üppig ist, aber heute Morgen muss Flugbenzin im Kaffee gewesen sein. Während unser Bus ganz regulär in Egilsstaðir getankt hatte und jedes Mal an den Bergen im Kriechgang fuhr, waren meine Gäste  auf sämtlichen Spaziergängen im Turbo unterwegs und holten so die Zeit auf, die der Bus länger brauchte :-).



Heute war der Schwefelgeruch an den Schlammpötten besonders intensiv und der Wasserdampf besonders feucht und stellenweise sehr heiß :-).





Schafe an den Pseudokratern:


Herrje, auch die Mücken sind schon da, ließen uns aber noch einigermaßen in Ruhe:


Am Goðafoss war heute ziemlich viel Wasser unterwegs, keinerlei Chance, zu dem einen Felsen zu kommen:


Mit der Walbeobachtung auf Sondertour hatte es heute nicht geklappt, dazu war die Gruppe zu klein. Aber vom Hotel aus sahen wir während des Abendessens in der Ferne einen Wal sich mindestens 10x auf das Wasser werfen. Keine Sprünge, aber ein deutliches Platschen. Ach, wie gerne wären wir ganz in der Nähe gewesen. Ab nächster Woche starten die regulären Abendtouren und dann klappt es auch mit kleinen Gruppen.

Im Einsatz

Die ersten Bilder von Gästen sind da ... Monique im Einsatz ;-).







Zwischen Eisbergen und Fjorden

26. Mai
Die gute Nachricht vorweg: Der Regen hatte uns heute verschont! Die Spitzen der Berge waren zwar nicht zu erkennen und entlang der Öxi fuhren wir durch die Wolken, aber immerhin blieb es die Zeit außerhalb des Busses trocken und das ist generell sehr viel wert.

Zu Beginn des Tages hießen uns all die Eisberge willkommen, die wir vom Ufer aus erkennen konnten. Wir trafen auf ein Schneehuhn, sahen die ersten brütenden Küstenseeschwalben und hatten Spaß am Strand zwischen den Eisbergen. Entlang der Ostfjorde blieb es bewölkt, aber wir hatten immerhin so viel Sicht, dass wir die Berge sehen konnten. Erst als wir kurz vorm Hotel waren, fing es an zu tröpfeln.

das Schneehuhn, noch im Winterkleid:


Jökulsárlón:



Küstenseeschwalben mit Fisch:




eine etwas feuchte Angelegenheit, aber was tut man nicht alles für ein Foto :-)



Heinabergsjökull:


Wasserfall an der Öxi:


Blick hinunter zum Berufjörður:


In diesen Wolken verschwanden wir kurze Zeit später: