Peitschender Niesel und Sonne

31. August
Ganze drei Tröpfchen Regen waren für heute Morgen in Island angesagt, mehr nicht. Dummerweise waren wir genau dort, wo diese drei Tropfen herunter kamen und so haben wir an unseren ersten beiden Zielen des Tages - Kap Dyrhólaey und Strand Reynisfjara - gleich mal isländisches Wetter zu spüren bekommen - Nieselregen, der uns bisweilen um die Ohren gepeitscht wurde.

Kap Dyrhólaey


Aber kaum, dass wir Vík hinter uns gelassen hatten, besserte sich das Wetter ständig, der Himmel zog auf und in Skaftafell kam sogar die Sonne raus. So mögen wir das 😀.



Svínafellsjökull


Derzeit sieht die Polarlichtvorhersage ganz gut aus. Hoffen wir mal, dass das so bleibt und dass auch die Bewölkung mitspielt.

Sonnenstart mit Kreuzfahrtschiff

30. August
Wir schreiben inzwischen nun wirklich schon Ende August, aber der Sommer will sich noch nicht verabschieden. Natürlich sind wir keineswegs traurig darüber, dass wir heute einen grandiosen Tag hatten - mit strahlend blauem Himmel und Temperaturen von 14° C im Schatten. So lässt es sich aushalten 🙃.

Was sich weniger gut aushalten lässt, sind die Menschenmassen, die uns entlang der Ziele des Golden Circle begleiteten. Es muss ein riesig großes Schiff gewesen sein, dass heute in Reykjavík war und uns hielt den ganzen Tag der Hoffnungsschimmer aufrecht, dass es ab morgen leerer sein würde.


Finde eine freie Stelle zum Fotografieren:



auf dem Weg zum Gullfoss:



Sonne pur am Seljalandsfoss:


Sonne pur auch am Skógafoss:


Blick von der Plattform am Skógafoss:

Fliehe, wer kann

28. August
Heute startete das Wetter wenig Gutes verheissend und unsere ersten beiden Ziele gingen ein wenig unter - weniger im Regen, als mehr in den Wolken. Beim Seljalandsfoss war es also auch egal, ob man vom Regen oder der Gischt nass wurde.

Wider erwarten blieb es den Rest des Tages trocken. Aber als wir die Ziele des Golden Circle erreichten, setzte der Fluchtinstinkt ein. Es waren drei Kreuzfahrtschiffe in Reykjavík und Hafnarfjörður und die Menschenmassen einfach nur erschlagend. Das ging nicht nur mir so. Von daher: Fliehe, wer kann ... und dabei blieb die Kamera im Bus.

Wir wandelten trocken durch die Almannagjá, aber vor uns muss da ordentlich Wasser runtergekommen sein:


Nach Sonne kommt Regen

27. August
Gestern hatten wir wieder unseren Bummeltag durch die Ostfjorde und an dem stört es nicht soo sehr, wenn das Wetter nicht ganz mitspielt. Die ersten Stunden war es planmäßig noch trocken, anfangs sogar mit einem Hauch von Sonne, aber als wir Djúpivogur verließen, holte uns der angekündigte Regen ein, der schon den ganzen Tag über an der Südküste entlang geschlichen war. Insofern hatte er uns recht spät erreicht. Aber ab Djúpivogur war die Sicht dann halt bescheiden und in Höfn angekommen, war vom Gletscher so gar nichts zu sehen. Angesichts des Regens haben wir uns halt mal intensiv mit der kleinen, netten Ausstellung zur Fischerei am Hafen von Höfn beschäftigt.

Der heutige Tag begann genauso wie uns der letzte ins Hotel gebracht hatte: tief hängende Wolken mit Null Aussicht auf den Gletscher. Umso mehr erfreut waren wir, als der Himmel Richtung Jökulsárlón immer mehr aufzog und uns dort (und nur dort) sogar Sonne präsentierte. Die Seite, wo man so ein Wetter bestellen kann, lautet: www.ichmachemeinegaestegluecklich.lol.




Auf dem Boot, auf dem ich mitfuhr, war auch eine Gruppe Fotografen bzw. Leute auf einer Fototour dabei, die teils ganz wichtig und soo rüpelhaft übers Boot rannten, dass ich nicht umhin kam zu sagen: Hey Leute, als Fotografen seid ihr einfach mal auf dem falschem Boot! Und irgendwo war ich schadenfroh, dass die Foto- und Eisbedingungen heute nur suboptimal waren. Schubsen und Drängeln mit Ellenbogeneinsatz ist einfach mal doof. Als Nicht-Fotograf und dann auch noch mit Weitwinkel blieben da nur solche Aufnahmen 😉:


Als wir Skaftafell erreichten, war es entgegen der Wettervorhersage zumindest trocken, aber nach 20 min auf Tour holte uns dann doch der Niesel ein, überkam uns quasi von hinten (aus Richtung Westen). Abgerundet mit einem doch recht netten Regenschauer haben nun zumindest alle mal den isländischen Regen kennengelernt. Als wir Skaftafell verließen, war der Spuk wieder vorbei.


Rückweg vom Svartifoss, Blick Richtung Besucherzentrum:


Der weitere Tag war dann durchwachsen, wenngleich es bei den Fotostopps jedes Mal kurzzeitig trocken war (Timing!). Aber ab Vík blieb das Wetter unangenehm und einzig die recht vielen Papageitaucher am Strand Reynisfjara ließen uns dort eine ganze Weile aushalten.


Bei Regen ist das Moos schön grün:


Sonne wider Erwarten

25. August
Die Wetteraussichten für heute sahen "beruhigt" aus - der isländische Wetterbericht versprach durchgehend bewölkten Himmel, der norwegische versprach zumindest nachmittags am Dettifoss ein paar Sonnenstrahlen. Als wir wie auch schon am Vortag bei Nebel am Eyjafjörður starteten, gingen wir davon aus, dass es genau so kommen würde.

Die Überraschung erreichte uns jedoch lange bevor wir den Mývatn erreichten. Zwischen Goðafoss und Laugar riss plötzlich der Himmel auf und präsentierte ein Wetter, wie es schöner kaum hätte sein können und so ward uns ein weiterer wunderbarer Sonnentag mit T-Shirt-tauglichen Temperaturen beschieden ☀️. Über diese Fehlleistung des Wetterberichts haben wir uns natürlich nicht beschwert 😉.


Fotostopps am Mývatn:






der Dettifoss wieder mit Regenbögen:


am Selfoss:


Da es das erste Mal in dieser Saison war, dass ich auf dem RING nicht mit einem Scania unterwegs war, konnte ich auch die 901 fahren, statt die Ringstraße nehmen zu müssen - das bescherte uns wunderbare Ausblicke ins Hochland:



Bei diesem wunderbaren Wetter wurde mir heute, als wir den tollen Blick aufs Hochland hatten (insbesondere bei Möðrudalur), einfach schwer ums Herz - wie gerne wäre ich reingefahren, statt nur vom Rande aus zu schauen. Aber irgendwann wird die Zeit kommen, da ich wieder ganz privat ins Hochland komme und dann hoffentlich bei genau so einem Wetter.

Mývatn mit allen Wettern

24. August
Tja, das mit den Polarlichtern ging gestern leider gründlich in die Hose. Sicher, sie waren wohl da. Aber noch bei Tageslicht begann sich der Nebel über dem Fjord zusammenzubrauen und als es dunkel war, war vom Himmel nichts mehr zu sehen. Da werden wir wohl in den nächsten Tagen einen weiteren Anlauf unternehmen müssen.

Auch heute Morgen herrschte Nebel, wohin wir auch schauten, von Landschaft war nichts zu sehen. Unser erstes Ziel am Mývatn, die Pseudokrater, waren kaum auszumachen:



Wie Sie sehen, sehen Sie nichts ...


Nun gut, das erste Ziel ging also ein wenig im Nebel unter. Aber für den Nachmittag war ein wenig Sonne versprochen und wir hofften, dass sich der Nebel nach unserem Bad etwas lichtete. Von daher gingen wir zunächst ganz entspannt für zwei Stunden ins Mývatn Nature Bath und ließen es uns dort gutgehen.

Das Timing war perfekt, als wir aus dem Bad kamen, war immer mehr vom Himmel zu sehen und unsere nächsten Ziele strahlten in der Sonne und mit ihr um die Wette. T-Shirt-Wetter!!!


Krater Víti:



Blick vom Leirhnjúkur Lavafeld Richtung Víti und Krafla:




Und weil das Wetter so schön war, zogen wir diesen Programmpunkt von morgen auch noch vor, denn wer weiß, was morgen für ein Wetter herrscht:




Am Goðafoss hingen die Wolken dann zwar schon wieder tiefer und von der Sonne war weit und breit nichts zu sehen, aber egal, wir hatten so einen schönen Tag, den kann uns keiner nehmen.

Im Einsatz

Hier sind mal wieder ein paar Fotos von und mit Gästen - vielen Dank dafür 😀.

wachsames Auge am Strand Reynisfjara:

Foto: Kathrin Rübesam

"Da geht es in lang ..." in Þingvellir: 

Foto: Kathrin Rübesam

Wir tun mal eine Runde erschöpft nach dem Aufstieg am Skógafoss: 

Foto: Michél Paschke

Badespaß am Mývatn: 

Foto: Michél Paschke

"Fels in der Brandung" am Goðafoss: 

Foto: Maru Rieben

"Also das war so ..." in Reykholt: 

Foto: Maru Rieben

"Stellt euch vor ..." im Leirhnjúkur Lavafeld: 

Foto: Richard Leuze

Man nehme zwei Bücher und erkläre ... in den Ostfjorden: 

Foto: Renate Rüd

Foto: Familie Jargstorf

Mit Sonne in den Norden

23. August
Wir marschieren inzwischen stramm auf Ende August zu und noch immer gibt die Sonne alles. Wenn ich es so recht überlege, habe ich seit Wochen keinen nennenswerten Regen gehabt. Regen gab es wohl, andere berichteten da ganz anders. Aber ich war wohl einfach mal eine ganze Weile jedes Mal dort, wo der Regen eben nicht war. Angesichts des verregneten Starts in diesen Sommer taten diese letzten Wochen natürlich mehr als gut.

Heute sind wir mit dem RING wieder von Reykjavík aus nach Akureyri gestartet und hatten den ganzen Tag über wunderbar blauen Himmel und Sonne bis zum Abwinken. Dort wo es windstill war, war es herrlich warm.

Krater Grábrók:



auf dem Weg nach Akureyri


Derzeit warten wir auf das möglichst baldige Eintreten der Dunkelheit, denn für heute ist die Polarlichtvorhersage schlicht bombastisch. Ob ich sie noch "erleben" werde, weiß ich nicht, denn das Bett ruft - bin ja schließlich nicht im Urlaub 😉.

Tagestouren mit geballter Sonne

18. - 22. August
Fünf Tage lang war ich mit einer Gruppe auf diversen Tagestouren, ausgehend von Hafnarfjörður aus unterwegs und wir hatten fast durchgehend Bombenwetter. Teilweise schien die Sonne - für isländische Verhältnisse - gnadenlos vom Himmel, bescherte uns Ende August Temperaturen von 16°C im Schatten! Hinter der Frontscheibe des Busses war also jedes Mal Sauna angesagt.

Da ich eigentlich im geplanten Urlaub war, hatte ich zumindest meiner Kamera frei gegeben und während dieser Tage so gut wie keine Fotos gemacht. Es existieren nur einige wenige, aufgenommen mit der weniger als mittelprächtigen Kamera meines Handys. Aber immerhin zeigen sie unser tolles Wetter.

Freitag: Sonne, Sonne, Sonne - aber leider auch viel Wind. Auf der Walbeobachtung von Reykjavík aus sahen wir daher außer Wellen und mit Seeübelkeit kämpfende Menschen nichts.



Am Samstag ging es auf den Gletscher Langjökull und dort in den künstlichen Eistunnel:




traumhaftes Wetter während der Snæfellsnes-Rundfahrt am Sonntag:


Pferde & leckere Tomaten auf Fríðheimar sowie Menschenmassen entlang des Golden Circle am Montag:


So warm und sonnig die Tage auch waren, die Nächte sind inzwischen reichlich frisch, das Zelt ist morgens klatschnass. Aktuell (23. August) hängt es zum trocknen beim Hotel, weil ich es am Morgen nicht im Ansatz trocken verstauen konnte, als es auf die nächste Tour ging: