Der ganz große Regen

23. September
Um eines gleich vorwegzunehmen: Wir haben es überstanden 😀. Seit Beginn unserer Reise war klar, dass uns an diesem Samstag der ganz große Regen überfallen würde und die Aussichten wurden keinen Tag besser. Also stellten wir uns seelisch und moralisch darauf ein und waren froh, dass es uns an unserem Fahrtag durch die Ostfjorde erwischen würde.

Da wir am Morgen einigermaßen trocken am Hotel starteten, wollte mir keiner so recht glauben, aber der Regen holte uns schneller ein, als uns lieb war und ihm fielen fast sämtliche Fotostopps zum Opfer. Bei diesem Regen wollte man keinen Hund vor die Haustür jagen, geschweige denn einen Gast vor den Bus. 

Den ganzen Tag über verfolgten wir den Zug des Regens, nur um immer wieder festzustellen, dass wir leider nach wie vor mittendrin waren - da, wo es so richtig schön dunkelblau war. Die Flüsse waren enorm angeschwollen, links und rechts der Straße stand das Wasser und ich habe an einigen Stellen noch nie so viel Wasser von den Bergen herunterrauschen sehen. Ganz abgesehen davon, dass nicht nur die Gletscherflüsse tiefbraun waren, sondern auch einige kleine Klarwasserflüsschen plötzlich zu einem großen braunen Strom geworden waren. Was wir an Wasser sahen, verursachte beim Fahrer und mir immer wieder Staunen 😲.


An einer Stelle, an der ich normalerweise auch bei schlechtem Wetter stoppe, sahen wir zu, dass wir heile durch kamen - noch nie hatte ich so viele Steine dort auf der Straße gesehen und es Bestand einfach ein erhöhtes Risiko, dass sich der Berg in Bewegung setzte. Als wir Höfn erreichten, lasen wir dann auch: Risk of rockslide in the East. Da waren wir also glücklicherweise gut durchgekommen.


Das nette Fischbuffet am Abend versöhnte uns mit dem Regen und wir hofften auf den nächsten Tag.


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