Wo ist der Gletscher?

24. September
Die kurze trockene Phase am Morgen kam einer trügerischen Stille gleich. Laut Wetterbericht würde es zumindest den ganzen Vormittag am Gletscher entlang ziemlich feucht vom Himmel rauschen. Vom Gletscher selber war auch keine Spur zu sehen und so erklärte ich Dinge, die niemand sah 😕. Auch der Regen setzte wie versprochen ein.

Da uns die Bootsfahrt auf der Gletscherlagune bevorstand und nur wenige eine Regenhose dabei hatten, hatte ich in weiser Voraussicht am Vortag große Müllsäcke gekauft, die wir dann an der Gletscherlagune unter teils neidvollen Blicken ("clever") in Regenröcke verwandelten. Modisch waren damit "der letzte Schrei" und auf jeden Fall gut gegen den Regen gewappnet, auch wenn der uns in einem Anfall von Güte zumindest für 20 Minuten verschonte, während wir zwischen wunderbar blauen Eisbergen dümpelten.



In Skaftafell wurde angesichts des Wetters spontan umgeplant und statt 90 min durch das Nichts und den Regen zu stapfen, nahmen wir den kürzesten Weg zum Svínafellsjökull und bekamen so zumindest etwas vom Gletscher zu sehen:



Die Wettervorhersage hatte sich derweil geändert und versprach für unsere nächsten Ziele weiter westlich doch tatsächlich Sonne. Wir konnten es kaum glauben, aber es trat ein. Was für eine wunderbare Wendung!




Als wir Vík erreichten, regnete es dort planmäßig, aber ebenso planmäßig verzogen sich die Wolken eine halbe Stunde später, so dass wir einen sonnigen Ausflug an den Strand Reynisfjara unternehmen konnten, der uns heute mit besonders beeindruckenden Wellen überraschte:




Auch unseren letzten Stopp - das Kap Dyrhólaey - dominierte das fantastische Wellenspiel und so fand dieser Tag ein wunderschönes Ende:




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